“Die Gemeinschaft”

und “Der Einzelne”

Menschen sind Gemeinschaftswesen, die als solche nicht alleine leben wollen. Zusammenarbeit mit anderen ist entscheidend für unser Wohlbefinden und unsere Weiterentwicklung.

 

Jeder Einzelne kann seinen Beitrag zur Besserung der Welt leisten. Dem fügt ‘Abdu’l-Bahá hinzu: „Was die Menschen am nötigsten brauchen, sind Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe.“ Denn durch geeintes Handeln und eine gemeinsame Vision können die Kräfte der Einzelnen vervielfacht werden.

 

Die Bremer Bahá’í Gemeinde unterstützt ihre Mitglieder im Dienst an der Menschheit. Jeder Beitrag wird geschätzt und jeder ist willkommen, sich an den angestoßenen Prozessen zur Stärkung der Gemeinschaft und der gegenseitigen Toleranz in Bremen zu beteiligen.

Gemeindeleben

Die Bahá’í-Gemeinde in Bremen vereint Menschen mit ganz unterschiedlichen kulturellen Wurzeln. Mittelpunkt des Gemeindelebens ist das 19-Tage-Fest im Bahá’í Zentrum Bremen, das zu Beginn eines jeden Bahá’í-Monats stattfindet. Ein 19-Tage-Fest besteht immer aus drei Teilen, welche alle Aspekte menschlichen Seins berühren sollen.

Andacht, Beratung und Geselligkeit dienen dem Verstand, dem Herzen und der Seele. Darüber hinaus besteht eine rege Besuchskultur, da Andachten und Studienkreise oft in Privathaushalten stattfinden. Eine gemütliche Atmosphäre sowie gelebte Gastfreundschaft erwartet auch die Besucher des Bremer Bahá’í Zentrums.

Alle – Freunde, Verwandte, Nachbarn und interessierte Gäste – erleben hier Momente der Ruhe und Geistigkeit. Es geht jedoch nicht immer so besinnlich zu. Bei Bahá’í-Trauungen und Festen wird natürlich auch viel gelacht, gesungen, gespielt und bis in die Nacht getanzt.

Über die Administration/ Organisation

Gemeindegremium

Wie die verschiedenen christlichen Gemeinden ist auch die Bahá’í Gemeinde eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Geistliche gibt es bei den Bahá’í nicht. Die Gläubigen gestalten das Gemeindeleben eigenverantwortlich und ehrenamtlich.

Jede örtliche Bahá’í Gemeinde wählt einen sogenannten „Geistigen Rat“. Dieses Gemeindegremium besteht aus 9 Frauen und Männern, die jedes Jahr aufs Neue von allen Gemeindemitgliedern über 21 Jahren demokratisch gewählt werden. Gewählt werden können wiederum alle wahlberechtigten Bahá’í der Gemeinde. Sie kümmern sich ehrenamtlich um organisatorische Belange und beraten in ihren Sitzungen die Gemeindeangelegenheiten.

 

Wie finanziert sich die Gemeinde?

Die Bahá’í finanzieren ihre Projekte und Aktivitäten ausschließlich durch freiwillige Spenden ihrer Mitglieder. Ob und wie viel jeder spendet, bleibt ihnen selbst überlassen. Jede Form von Zwang widerspricht dem Grundsatz des Spendens und ist damit ausgeschlossen.

Die Geschichte

In Bremen seit ende der 1960er

1913 kam die Baha’i-Religion nach Deutschland. ‘Abdu’l-Bahá, Sohn und Nachfolger des Gründers Bahá’u’lláh, reiste am Vorabend des Ersten Weltkriegs mit seiner Friedensbotschaft durch Frankreich, das Kaiserreich und Österreich-Ungarn.

Ende der 1960er Jahre kam dann der erste Bahá’í nach Bremen. Ein junger Mann aus dem Iran, der in Bremen studieren wollte. Es folgten weitere Bahá’í aus dem Iran, die geflohen waren oder aus beruflichen Gründen nach Deutschland kamen. Später gesellten sich Bahá’í mit den verschiedensten kulturellen Hintergründen hinzu.

Bürgermeister Carsten Sieling begrüßt die Gäste der Feierstunde im Rathaus zum 50-jährigen Bestehen der Bremer Baháʼí-Gemeinde. Foto: Anja Raschdorf

50. jährigen Jubiläum

Die Bremer Bahá’í Gemeinde besteht offiziell seit dem Jahr 1965. Zu Beginn fanden alle Gemeindefeste und –angebote  in  privaten Wohnungen und Häusern statt. „Diese Zeit hatte eine ganz besondere Atmosphäre“ erinnerten sich die Bahá’í-Freunde noch heute. Die räumliche Nähe und Vertrautheit unter den ersten Bremer Bahá’í hat sie gestärkt und zusammenwachsen lassen. Seit 2000 besteht das Bremer Bahá’í Zentrum. Zum Jubiläum des 50. jährigen Bestehens der Bahá’í Gemeinde lud Bremens Bürgermeister Carsten Sieling die Gemeinde zu einer Feierstunde mit anschließendem Empfang ins Rathaus ein und würdigte ihren Einsatz für die Bremer Bevölkerung und den interreligiösen Dialog.

 

(http://www.senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.158447.de&asl=bremen146.c.19206.de)

Interreligiöser Dialog

„Religionen beten für den Frieden”

Im Jahr 1999 regte ein Mitglied der Bahá’í-Gemeinde Bremen zum ersten Mal eine gemeinsame Veranstaltung für den Frieden mit Vertretern verschiedener Religionen an. Der Konflikt im Kosovo, in dem Angehörige verschiedener Religionen gegeneinander kämpften, war der Anlass für dieses deutliche Zeichen, dass in Bremen die Religionsgemeinschaften friedlich zusammen leben und sich für den Frieden einsetzen. Daraus entstand der interreligiöse Arbeitskreis „Religionen beten“, dem nunmehr Vertreter von acht verschiedenen Religionsgemeinschaften angehören. Eine gemeinsame Andacht findet seither zu Beginn jeden Jahres in der Oberen Rathaushalle statt. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters der Stadt Bremen und trägt den Titel „Religionen beten für den Frieden“.

Friedenstunnel – Bremen setzt ein Zeichen e.V.

Die Idee zum “Friedenstunnel Bremen” entstand als spontane Reaktion der Künstlerin Regina Heygster auf die Terroranschläge vom 11. September 2001. Sie kontaktierte Bremer Vertreter verschiedener Weltreligionen, um gemeinsam ein Friedenszeichen im öffentlichen Raum zu setzen. Es folgte die beispielhafte künstlerische Umgestaltung des dunklen und viel befahrenen Remberti-Tunnels in den einladenden und inspirierenden Ort, den “Friedenstunnel Bremen”. Die Mitglieder der Bahá’í Gemeinde beteiligen sich an der Gestaltung des Ortes, den zahlreichen Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog, stellen Räumlichkeiten für die Vereinstreffen bereit und sind Teil des Vorstandes. Weitere Informationen finden Sie auf der Web-Seite: www.rembertitunnel.de

Kooperation mit der ESG Bremen

Seit einigen Jahren pflegen Mitglieder der Bahá’í Gemeinde einen regen Austausch mit der ESG, der Evangelischen Studierendengemeinde in Bremen. In deren Programm fanden beispielsweise die Veranstaltungen “Gebote und Glaube in Bahá’í und Christentum”, die Culture Night “Fasten in Christentum, Islam, Bahá’í Religion und Hinduismus”, der Foto-Vortrag “Bahá’í Gemeinden rund um den Globus”, interreligiöses “Soulfood” und viele weitere Veranstaltungen statt.

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